Bürgersprechstunde beim Oberbürgermeister zum Konjunkturpaket II | Wie weiter mit der Lene-Vogt-Schule?

April 14, 2009 · Abgelegt unter Allgemein, Bildung 

Zur Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters Jung (SPD) waren auch zwei Lehrer und die Schulleiterin der Lene Vogt Schule erschienen. Bevor es zur Fragestunde für die Bürger kam, erläuterte der Oberbürgermeister noch einmal die Entscheidung der Ratsversammlung über die Verteilung der Investitionen des Konjunkturpaketes II. Hier war unter anderem zu erfahren, dass diese Investitionen „nicht gleichmäßig auf die ganze Stadt verteilt werden“ so der Oberbürgermeister.

Eine Mitbestimmung der Bürger sei nicht möglich gewesen, da die schnelle Umsetzung Vorrang haben musste „um in der Krise Arbeitsplätze zu sichern und schnellstmöglich neue zu schaffen, damit die Konjunkturkrise abgefedert werden kann“ erläuterte der Oberbürgermeister weiter. Bei der Kongresshalle am Zoo teilte der Oberbürgermeister den Anwesenden mit, dass es ausgeschlossen sei einen privaten Investor zu finden, der 25 Millionen Euro zu investieren bereit wäre. “Alle Möglichkeiten und Modelle dies zu erreichen sind gescheitert“ erklärte der Oberbürgermeister. „dennoch ist diese ein wichtiger Wirtschaftsbestanteil der Zukunft für Leipzig, da die neue Messe Leipzig gut 100 Kongresse im Jahr ablehnen muss“ stellte er fest.

Als Wirtschaftlichen Vorteil nannte er, dass die Besucher auch essen und trinken und hier übernachten müssten und so dies auch der Stadt zugute kommen würde. Als kommenden Volkswirtschaftlichen Erfolg wertete der Oberbürgermeister d as diese Investition in 5 Jahren mit schwarzen Zahlen belohnt werden würde. Nach den Ausführungen des Oberbürgermeisters erhielt die Deutschlehrerin der Lene Vogt Schule das Wort und trug ein Gedicht einer Schülerin vor, in dem deutlich wurde, dass diese Kinder sich inzwischen als Schüler zweiter Klasse empfinden und sich von den Verantwortlichen im Stich gelassen fühlen. „Seit 2002 werden wir vertröstet und mit Versprechungen auf Sanierung hingehalten“ fuhr die Deutschlehrerin fort. „Ist es denn nicht einmal möglich die Toiletten der Schule zu sanieren“ ergänzte die Schulleiterin. Der bildungspolitische Sprecher der Wählervereinigung Leipzig e.V. Markus Kowollik machte noch einmal deutlich dass „Sie als Oberbürgermeister den Menschen hier verpflichtet sind“ und erklärte die Zukunftsorientierte Arbeit der Schule, die den Berufswahlpass entwickelt hat. WVL Mitglied Wolfgang Dinter, der als Stadtbezirksbeirat arbeitet wies noch darauf hin,„dass nicht das ganze Jahr Messen stattfinden aber das in der Schule das ganze Jahr gelehrt wird und dies deshalb Vorrang haben muss“.

In der Hoffnung das nun endlich hier im direkten Gespräch mit dem Oberbürgermeister Zusagen gemacht werden und von den Zweckentfremdungsplänen Abstand genommen wird, war die Entäuschung aller zu erkennen als der Oberbürgermeister mit der Aussage „Ich werde mir dies noch einmal anschauen“ diesen Teil der Fragestunde beendete. Für den bildungspolitischen Sprecher der Wählervereinigung Leipzig e.V. Markus Kowollik stellt sich die Frage „Hat die SPD und allen die dieser Verteilung der Mittel zugestimmt haben überhaupt noch ein Gewissen unseren Kinder gegenüber?“