Liebesgrüße zum Osterfest

April 14, 2009 · Abgelegt unter Allgemein 

Programm der Leipziger NPD zu den Kommunalwahlen 2009 – „Wir sind das Volk“

„Wir lieben Leipzig!“. Damit endet das zum Osterfest vorgelegte Wahlprogramm der Leipziger NPD.

Und deshalb will sie „als wahre Oppositionspartei ins Rathaus einziehen, um die Blockparteien nicht mehr unter sich und der Kontrolle der volkstreuen Opposition stellen zulassen.“

Liebe für Leipzig. Die kann es aber nur geben, wenn extreme, nationalistische und populistische Denkmuster durch weltoffene und konstruktive ersetzt werden. Im vorgelegten Programm der NPD ist davon nichts zu spüren und daher ist die Identifikation der Leipziger mit diesem Programm hoffentlich sehr gering.

Wie ist das NPD-„Programm“ zu lesen: Internationale oder dem nationalen Gedankengut inhaltlich abgeneigte Kultur geht nicht. Andere politische Meinungen gehen nicht, die von Ausländern und solche linker Weise schon gar nicht.

Ist das die Vereinigung auf urdeutschen Wurzeln und einer Diktatur der „Sicherheit durch Recht und Ordnung“? Oder ist das eher ein Weg zurück zu einem „Regime, das seine Bürger einsperrt und ihnen Freiheits- und Menschenrechte verweigert?

Sehr viele von uns haben fast gleichartige Entwicklungen erlebt oder hoffentlich von Anderen und beim Schulbesuch berichtet bekommen. Die Muster der Geschichtsbücher gleichen sich.

Eine ab- und ausgrenzende Weiterentwicklung Leipzigs kann aber nicht Wille des Bürgers sein, Wille der Wählervereinigung ist es auf keinen Fall. Kommunalpolitik, als wichtigste soziale Entscheidungsstruktur, kann nur gemeinsam und keinesfalls gegeneinander funktionieren.

Wir, die Bürger Leipzigs, sollten langsam unseren Osterspaziergang beenden und die kleine aber sehr aktive Vorhut unserer Bürgerschaft im Kampf gegen Geschichtsrevisionismus unterstützen. Diejenigen, die bereits jetzt aktiv gegen (Rechts)populismus angehen.

Aus der Geschichte des diesjährigen Jubiläums sollten wir gelernt haben, dass gelegentlich selber Mitmachen besser ist als delegieren! Die NPD ist keine Alternative, noch nicht einmal Protestpartei. Die Alternative sollte sein, dass wir Bürger das Steuer in Leipzig wieder in die Hand nehmen und damit Extremismus und Vetternwirtschaft viel wirksamer verhindern, als das leere Phrasen und Milchmädchenrechnungen jemals könnten.

Im Osterfest muss uns auch gegenwärtig werden, was die für ein Zusammenleben grundnotwendigen Dinge sind. Das Wort „nationalistisch“ passt dort nirgendwo hinein. gez.Karsten Kietz / Vorsitzender WV Leipzig e.V.