Wählervereinigung Leipzig für die nächsten zwei Jahre gut aufgestellt

Januar 25, 2010 · Abgelegt unter WV-Leipzig 

Nach dem erfolgreichen Einzug bei den letztjährigen Kommunalwahlen ins Leipziger Rathaus hat die Wählervereinigung Leipzig (WVL) auf ihrer Mitgliederversammlung am 23. Januar 2010 den Vereinsvorstand für die nächsten beiden Jahre neu gewählt und Grundlagen für ihre künftige politische Arbeit geschaffen.

Karsten Kietz

Karsten Kietz

Der 43-jährige Diplom-Ingenieur Karsten Kietz wurde bei der Wahl des neuen Vorsitzenden eindrucksvoll in seinem Amt bei einer Enthaltung und keiner Gegenstimme bestätigt. In seinem Rechenschaftsbericht blickte der neue – wie auch alte Vorsitzende Karsten Kietz auf die vergangenen zwei Jahre Amtszeit zurück: „Diese Amtszeit stand ganz im Zeichen der Kommunalwahl 2009. Unterstützer und Kandidaten wurden gewonnen. Leitlinien, eine Grundsatzerklärung und das Kommunalwahlprogramm wurden formuliert. Nach dem erfolgreichen Wahlkampf gehören erstmals zwei Vertreter der WVL, nämlich Bert Sander und Arnold Winter, dem Stadtrat an. Der Grundstein für erfolgreiches Arbeiten wurde gelegt. Es gab Höhen und Tiefen. Jetzt gilt es, unseren bis dato artikulierten Gestaltungswillen auch im politischen Alltagsgeschäft besonnen umzusetzen.“

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen auch die Berichte der Stadträte Bert Sander und Arnold Winter. Noch keine 100 Tage im Amt berichteten sie von ihren Anfängen als neu gewählte Stadträte. Sie würdigten die freundliche und respektvolle Aufnahme in der Grünen-Fraktion im Leipziger Rathaus. „Wir müssen uns verständlicherweise noch in die Stadtpolitik einarbeiten,“ so Bert Sander in einem ersten Resümee. Für Arnold Winter stellt der noch zu verabschiedende Haushaltsplan für 2010 eine erste große Herausforderung dar. „Die bekannten, jüngst zu Tage getretenen Probleme der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) werden die Stadt auf lange Sicht weiter beschäftigen“, so Winter weiter.

Darüber hinaus sprach sich die Mitgliederversammlung aus, vier Arbeitskreise einzurichten. Die da lauten: „Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr“, „Finanzen und Verwaltung“, „Soziales, Jugend, Gesundheit und Schule“ sowie „Kultur und Sport“. Die inhaltliche Arbeit der Wählervereinigung wird künftig in den Arbeitskreisen stattfinden. Der WVL-Vorsitzende Karsten Kietz betonte bei der Vorstellung des vom Vorstand eingebrachten Antrages, dass die Arbeitskreise auch für Nicht-Mitglieder offen sind und lud gleichzeitig die zahlreich anwesenden Gäste ein, in diesen mitzuarbeiten.

Spannend bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse waren die weiteren Wahlgänge. Zum ersten Stellvertreter wurde Peter Kripp gewählt. Mit seiner mehr als 25-jährigen kommunalpolitischen Erfahrung als ehemaliger Stadtrat von München und Bürgermeister einer sächsischen Gemeinde verstärkt Kripp fortan den Vorstand. Zum zweiten Vorsitzenden wurde der Student der Politikwissenschaften Falko Bestfleisch gewählt. Dietmar Kipping ist erwartungsgemäß zum neuen Schatzmeister der WVL gewählt worden. Peter Wolf, der die letzten zwei Jahre über die Finanzen der Wählervereinigung wachte und diesmal nicht wieder kandidierte, soll vom neu gewählten Vorstand auf dessen erster Sitzung als Vertreter des Vorsitzenden im Landesverband der Freien Wähler Sachsen e.V. bestellt werden.

Auf Grund des wachsenden Engagements und der steigenden Mitgliederzahlen wurde der Vorstand erstmalig um drei Beisitzerposten erweitert. Diese wurden nun besetzt von dem Jura-Studenten Manuel Kuzaj, dem Bus- und Schienenbahnfahrer und verdi-Mitglied Frank Pörschke sowie dem Erziehungswissenschaftler Alexander Schipulle.

Auf seiner ersten Sitzung will der neu gewählte Vorstand auch den Juristen Tim Elschner in seinem Amt als Pressesprecher bestätigen, so dass dieser auch weiter dem nun 8-köpfigen Vorstand angehören wird.

„Die WVL ist da. Vertreter der Wählervereinigung finden sich im Stadtrat, in Stadtbezirks- und Fachbeiräten. Im Interesse aller Leipzigerinnen und Leipziger wollen wir einen positiven, richtungsweisenden und nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt Leipzig nehmen,“ so Kietz in seinem Schlusswort.