Erfolgsmeldungen des Flughafens zeigen auch Desinteresse an Beeinträchtigungen und Sorgen der Bürger

Mai 28, 2011 · Abgelegt unter Bürgerrecht, Fluglärm 

Man kennt es bereits zur Genüge, der Flughafen hat wieder einmal nur
rundum Positives zu vermelden: Das jüngste TÜV-Gutachten bestätigt,
dass sich sowohl die Immissionsgrenzwerte als auch die sogenannten
„Geruchsereignisse“ im gesetzlichen Rahmen abspielen. Und überhaupt,
bestätigt der Flughafen, man habe mittlerweile für insgesamt 115000
Euro Gutachten zur Luftqualität in Auftrag gegeben. „Laut Gutachten ist
also alles bestens, heißt, um die Klagen und Beschwerden der
betroffenen Bürger brauchen sich Flughafen bzw. DHL nicht zu scheren.“
erklärt dazu Bert Sander, WVL-Stadtrat und Mitglied der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen.
Und darüber hinaus, das jüngste Große-Klasse-TÜV-Gutachten eröffnet
dem DHL-Chef Eric Malitzke auch die willkommene Gelegenheit, um der
Öffentlichkeit statt der bislang geplanten vier Stellflächen für
Transportflugzeuge im Südbahnbereich nunmehr acht Stellflächen
unterzujubeln. Uwe Schuhart, Flughafensprecher, springt bei: „Da, wo ich
vier TripleSeven hinstellen kann, kann ich auch acht 757 abstellen.“ Tja,
so macht man aus 4 mal 1 locker 8, man muss nur lang genug rechnen.
Dazu Sander: „Keine dieser Erfolgsmeldungen geht auch nur mit einem
Wort auf die Belastungen ein, die die Bürger Nacht für Nacht zu ertragen
haben. Die Flughafenverantwortlichen bestätigen damit nur, dass sie die
Sorgen der Bürger entgegen eigenen, vorgeschobenen Beteuerungen,
eben nicht ernst nehmen. Sie sind ihnen nämlich schlichtweg …egal

Bert Sander

Stadtrat der Wählervereinigung Leipzig (WVL) e.V.