„Auf einem Auge blind?“ Der schlaue Fuchs hat alles im Blick!

Der Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski hat die Kriminalitätstatistik unserer Stadt für das Jahr 2011 vorgestellt und die Sicherheitslage eingeschätzt. Die Medienvielfalt Leipzigs spiegelte die Inhalte der Präsentation wieder.

Auf das größte Sorgenkind, die Drogensucht inklusive der einhergehenden Beschaffungskriminalität wird dort umfangreich Bezug genommen.

Den ursächlichen Blick für dieses Problem hat unser Polizeipräsident schon vor geraumer Zeit in seinem Sommerinterview mit dem Leipzig Fernsehen in eine klare Richtung gewiesen. Das Armut und Perspektivlosigkeit der Jugend Nährboden für solche Entwicklungen sind, scheint unwidersprochen.

Natürlich sind viele einschlägigen Strafdelikte mit einer Sucht, der Jagd nach der Befriedigung, die anderweitig nicht mehr erlangt werden kann, verbunden. Mit den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, einer medienwirksamen Präsenz der kriminellen Beglelterscheinungen könnte nun jedem klar geworden sein, wo das Übel liegen könnte und weshalb dort mit „voller Pulle“ Ordnung geschafft werden muss. Einer steigenden Präsenz der Polizeibeamten in der Öffentlichkeit läßt auch der Entwicklung „keine andere Wahl“, so Horst Wawrzynski. Ob das aus eigener Kraft oder nur mit Truppenaufstockung zu stemmen ist, gibt die Presse noch nicht wieder, es bleibt vorerst fraglich?

Aber auch Sucht nach Macht, Besitz, Konsum, Geltung, grenzenlosem Spass und dem Gewalt(Video)Spiel, der Verlust von Ethik und Moral, gehen im verstärktem Maße mit am Gesetzestext unorientierten Handlungsweisen einher.

Doch das die Steigerung der Wirtschaftskriminalität gemäß §74c Abs.1 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) um 96% (2010: 1.079 Fälle 2011: 2.107 Fälle – Präsent. Sicherheitslage 2011, S.9 6.März 2012 PVD3 Steinm.) keine statistische Normalität verläßt und im Übrigen nicht gesondert erwähnenwert erscheint, hat ein kompetenter Beamter der Polizeidirektion auf Nachfrage erklärt.

Das Problem, dass 1 Anlagebetrüger aus unserer Stadt heraus 1.000 Leute betrogen und damit die Fallzahl fast verdoppelt hat, läßt die Statistik besser verstehen. Das mir die Rechnung mit einem Kommunalmanager, der 300 Millionen zu Lasten aller 500.000 Bürger ins unverständliche Finanzsystem versenken könnte, erst später durch den Kopf ging, verhinderte das direkte Nachfragen im Polizeipräsidium.

Armut und Perspektivlosigkeit“ sprach der Polizeipräsident beim Sommerinterview im Leipzig Fernsehen an. Ethik und Moral habe ich auch gehört.

Karsten.Kietz [WVL]