Wir machen weiter!

Januar 30, 2013 · Abgelegt unter Dirk Feiertag, Kommunalwahlen, Leipzig, OBM-Wahl 2013 

Das Team um den parteilosen OBM-Kandidaten Dirk Feiertag hält die Reihen weiter geschlossen und wird zum zweiten Wahlgang erneut antreten.

Wir machen auf jeden Fall weiter! Mein Angebot an alle Bewerber, sich auf einen neuen, aus der Bürgerschaft stammenden, parteiunabhängigen Kandidaten zu einigen, ist leider gescheitert. Nur mit einer solchen Person hätte ein echter Wechsel in Leipzig hin zu mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und einer an der Sache orientierten Politik noch erreicht werden können. Die Parteiinteressen haben hier jedoch leider wieder obsiegt.”

Noch am Montag wurde in großer Runde das Wahlergebnis ausgewertet und die weiteren strategischen Optionen in Hinblick auf einen zweiten Wahlgang diskutiert. Trotz Katerstimmung wollte niemand aufgeben.

Auf einem Podium hat Jung behauptet, er würde sich um die Probleme von Menschen, die von einem Zwangsumzug bedroht sind, persönlich kümmern. Ok, das werden wir in Zukunft so machen. Wir schicken alle Betroffenen sofort ins Rathaus.” Kathrin Rösler von der Erwerbsloseninitiative, die in den letzten Wochen fast täglich auf der Straße stand, will auch in den nächsten drei Wochen weiter kämpfen. “Nur 40,7% Wahlbeteiligung, das heißt, dort draußen gibt es genug Leute, die wir für eine neue Politik gewinnen können!”

Nach Gesprächen mit anderen Herausforderer/-innen steht nun auch fest: Die Fraktionen des Stadtrates sind an einem Wechsel der Führungsspitze nicht interessiert. Zu sehr profitieren sie vom Status quo. Bereits durch die schwachen Nominierungen und einem Wahlkampf auf niederem Niveau hatte sich das angedeutet. Jetzt, wo alle Machtoptionen auf dem Tisch liegen und klar ist, dass ein Politikwechsel im Rathaus nur durch ein breites Wahlbündnis hinter einem parteilosen und unabhängigen Kandidaten möglich ist, ziehen sie sich aus der Wahl zurück. Die zweite Amtszeit Jungs wird durchgewunken, denn weder Horst Wawrzynski (CDU) noch Barbara Höll (LINKE) können allein genug Stimmen auf sich vereinen, um letztlich vor dem Amtsinhaber einzukommen. Demokratie wagen? Die Parteien sind dazu offensichtlich nicht bereit.

Wir haben fast ein halbes Jahr für eine Machtoption gerungen, die auf der Bürgerschaft und nicht auf den klassischen Parteien fußt. Einer Machtoption, die weder Jung, Wawrzynski noch Höll heißt. Und das mit Inhalten und Themen, die den Menschen auf den Nägeln brennen. Deshalb werden wir jetzt auch nicht aufgeben, selbst wenn wir kaum noch Chancen haben, diese Wahl zu gewinnen. Stattdessen fordern wir die Menschen auf, gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen die etablierte Politik und den Parteienklüngel, und für mehr Bürgerengagement und unsere Themen zu setzen.”, so Dirk Feiertag, dem man den Marathon der letzten Wochen kaum anmerkt.

Dabei wollen er und sein Team auch weiterhin ihre Inhalte in den Vordergrund stellen.

Klar machen wir weiter. Das Rederecht für die Stadtbezirksbeiräte, die Belange der Senioren, mehr Transparenz und Bürgerwille im Rathaus, die Privatisierungsbremse, der fahrscheinlose ÖPNV – in Leipzig gibt es viel tun.” Für Karsten Kietz, den Vorsitzenden der Wählervereinigung Leipzig, ist das Wahlergebnis ein großer Schritt: “Viele der Menschen, die Feiertag gewählt haben, werden sich auch weiter für unsere Stadt engagieren. Ich gehe sogar davon aus, dass wir das Ergebnis im zweiten Wahlgang noch verbessern.”

Unabhängig vom Wahlausgang am 17.02. will man auch in Zukunft sachorientiert, themenspezifisch und im Interesse der Leipzigerinnen und Leipziger zusammenarbeiten. “Das Spektrum im Team ist breit. Was alle vereint, ist das bürgerschaftliche Engagement für die Stadt. Darauf können wir auch unabhängig von Wahlen in Zukunft aufbauen. Wir werden nicht aufgeben, für mehr Bürgerbeteiligung in Leipzig zu kämpfen!” Da die Wählerinnen und Wähler nun im zweiten Wahlgang nicht mehr mit ihrer Stimme taktieren müssen, empfiehlt Feiertag, sich frei zu entscheiden: “Schauen Sie sich die Personen, Programme und Inhalte der Kandidat/-innen genau an und entscheiden Sie sich unabhängig vom Lagerdenken, für welche Politik Sie in Leipzig stimmen wollen.”

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