WVL-Stadtrat Bert Sander stellt den Antrag, das Freiheitsdenkmal erst in angemessener Zeit wieder zu behandeln

Antrag vom 30. 3. 2014
zur Aufnahme in die Tagesordnung der Ratsversammlung am 16.4.2014

Eingereicht von
Stadtrat Bert Sander (WVL)

Freiheits- und Einheitsdenkmal

Beschlussvorschlag

  1. Der Wettbewerb zum Freiheits- und Einheitsdenkmal wird
    abgebrochen und die Einweihung auf den 50. Jahrestag
    der Friedlichen Revolution verschoben.

  2. Der Platz der Friedlichen Revolution (Wilhelm Leuschnerplatz)
    wird für eine städtebauliche Entwicklung freigegeben.

Begründung

Ziel war es, zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution ein Freiheits- und Einheitsdenkmal zu schaffen. Denkmale von nationalem Rang kann man nicht aus dem Boden stampfen, sie brauchen Zeit. Der Philosoph Hegel schreibt: »Die Eule der Minerva beginnt ihren Flug erst mit einbrechender Dämmerung«, heißt, erst dann, wenn eine historische Gestalt alt geworden ist, kann man sie tatsächlich erkennen.

Die zahlreichen Diskussionen über Platz, Größe, Gestaltung etc. verdecken nur den eigentlichen Grund des Scheiterns:

  • Die Zeit für ein derartiges Denkmal ist noch nicht reif.

  • Mit den »spontan« nach der Wende entstandenen Denkmalen
    wie Nikolaisäule bzw. indirekt der Nikolaikirchhof wird den
    Ereignissen von 1989 würdig gedacht.

Der 50. Jahrestag wäre ein Zeitpunkt, zu dem – und zwar mit gebührenden Abstand zu den Ereignissen – sowohl Zeitzeugen wie aber auch die Nachwendegenerationen eine würdige Form des Gedenkens entwickeln können.

(sh.auch www.lvz-online.de und www.l-iz.de)