Kultur ist es wert

April 11, 2014 · Abgelegt unter Bert Sander, Kultur, Leipzig 

Vergangene Woche wurde die Studie der HTWK Leipzig zu den großen Kulturbetrieben in Leipzig vorgestellt. Sie stärkt den Kulturfachleuten den Rücken, die einer undifferenzierten Kulturkürzung nicht leichtfertig das Wort geredet haben. Die sog. »Umwegrentabilität« oder der nicht zu unterschätzende Tourismusfaktor sind nur einige wenige Schlagworte, die – wie die Studie der HTWK verdeutlicht – belegen: Die Kulturbetriebe sind es wert, auch weiterhin unterstützt zu werden.

Der WVL-Stadtrats-Kandidat Ansgar König begrüßt ausdrücklich die Ergebnisse der Studie: „Endlich einmal wird der populistischen Mär von der angeblichen Geldverschwendung durch die bzw. in den städtischen Kulturbetriebe etwas entgegengesetzt. Gerade im Zusammenhang mit Haushaltdiskussionen werden immer wieder unsachliche bzw. vor allem von Unkenntnis der Kulturbranche geprägte Äußerungen zu den angeblich zu teuren Kulturbetrieben laut. Das Gutachten der Beratungsfirma actori aber hat bereits nachgewiesen, dass unsere Betriebe intern wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Nunmehr wurde von der HTWK der gesamtwirtschaftliche Zusammenhang untersucht.“

WVL-Stadtrat Bert Sander ergänzt: „Die Ergebnisse der HTWK-Studie werden sicher nicht allen schmecken. Leider sind zahlreiche Diskussionen über die Leipziger Kulturbetriebe von Vorurteilen gesteuert. Aber z.B. bedeutet ›Tourismus‹ für viele Bürger heute weit mehr, als nur mal einen netten Shopping-Ausflug zu unternehmen. Die Subventionierung unserer Kultur kommt nicht allein der Kultur selbst zugute, sondern bedeutet nicht zuletzt auch Förderung des Wirtschaftsstandortes Leipzig.“

Bert Sander betont aber auch: »Das HTWK-Gutachten bietet keinen Anlass dafür, nunmehr selbstherrlich zu behaupten, dass das Feld der Leipziger Kulturlandschaft tipptopp bestellt sei. Gerade die sog. freie Kulturszene birgt noch immense Potentiale für die Entwicklung/Professionalisierung der Leipziger ›Kulturwirtschaft‹. Die städtischen kulturellen Eigenbetriebe, so die Studie der HTWK, sollte sich einer breiteren Zusammenarbeit mit der freie Szene öffnen (z.B. Kooperation in den Bereichen Räumlichkeiten, technische Ausstattung und Fundus, Öffentlichkeitsarbeit etc.) und sich eben nicht hermetisch gegenüber dieser abschließen.« (sh. auch www.l-iz.de)

Bert Sander/Karsten Kietz [WVL]

Bild: R.Julke (l-iz.de)