Zur Sitzung der Arbeitsgruppe »Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal« am 16.05.2014

Mai 15, 2014 · Abgelegt unter Ablehnung, Bert Sander, Bürgerrecht, Kultur, Leipzig 

Laut Pressemeldungen will OBM Burghardt Jung auf dieser Sitzung auch die Variante »Beendigung des laufenden Wettbewerbes und neuer Wettbewerb« erörtern.

Richtig ist, den jetzigen Wettbewerb abzubrechen. Wer aber über einen neuen Wettbewerb nachdenkt, hat den eigentlichen Grund des Scheiterns des bisherigen Wettbewerbes nicht erkannt. Die Zeit für ein derartiges Denkmal ist noch nicht reif. Das haben die Diskussionen der letzen Jahre gezeigt.

Die Wählervereinigung Leipzig fordert: Den bisherigen Wettbewerb abzubrechen und die Gestaltung des Denkmals auf den 50. Jahrestag zu verschieben und den Platz der friedlichen Revolution (Wilhelm-Leuschner-Platz) für eine städtebauliche Gestaltung freizugeben.

Der 50. Jahrestag wäre ein Zeitpunkt, zu dem mit gebührendem Abstand sowohl Zeitzeugen als auch die Nachwendegeneration eine angemessene Form des Gedenkens entwickeln können. Bis dahin reichen authentische Orte wie der Nikolaikichhoff bzw. unmittelbar nach der Wende entstandenen Denkmale wie Nikolaisäule aus, um den Ereignissen von 1989 würdig zu gedenken.

Bert Sander [WVL]

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