Was macht noch Sinn?

Oktober 14, 2014 · Abgelegt unter GEMEINSAM LEIPZIG WOLLEN, Leipzig 

12.10.2014: Nachwahl im WK9 – 19:00 Uhr: Ralf Julke von der Leipziger Internetzeitung konstatiert aus den ersten ausgezählten Wahlbezirken, „meist den von weniger Wahlberechtigten am Rande der Stadt bewohnten, wie gering die Rolle der kleinen Parteien und Wählergemeinschaften doch ist.“

Der Wählervereinigung Leipzig (WVL) e.V. bescheinigt er, dass ihr „schon gänzlich die Puste ausgegangen ist, denn Sie war nicht einmal mit Plakaten im Straßenraum präsent.“ Dabei erreichen WVL und andere Kleine gerade dort die größte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern, ihr Wahlergebnis geht gewöhnlich im Laufe des Wahlabends prozentual nach unten. Aber es zeigte sich auch, dass die von der rechten Seite ins Demokratieverständnis schauenden Wahlvorschläge dort ebenso stark sind, denn 19:00 Uhr zählen AfD mit 18% und NPD mit 3,7% hier die Sozialdemokratie (14%) um Längen aus. Über 20% wählt in den Randbezirken unserer Kommune seine Vertretung in der kommunalen Selbstverwaltung weit rechts!

Da selbst die l-iz das Engagement oder die Puste aus der Anzahl bzw. dem Vorhandensein von Wahlplakaten ableitet, könnte man die Frage auch in andere Richtung lenken:

Macht es überhaupt Sinn, dass sich das Spektrum der Wahlvorschläge in noch immer kleinere Teile zerspaltet, der Wert der Stimmen für die „neue Pluralität“, für Neues Forum, Die Partei, Piraten und WVL (Freie Wähler) oftmals als „verschwendet“ erscheint?

Dass die 5%-Hürde bei der sächsischen Landtagswahl 226.640 Wählerinnen und Wählern , immerhin 13,8% der Bürgerinnen und Bürger, die ihre Stimme noch abgegeben haben, das Votum verweigert und damit deren Willen im Mülleimer der repräsentativen Demokratie landet, steht in unserer Verfassung.

Das heißt, wir wollen das so!

Die Wählervereinigung Leipzig (WVL) e.V., die Freien Wähler meinen, dass nachdem auf dem großem Marktplatz die freie Konkurrenz der Monopolbildung und momentan der Herrschaft des Finanzkapitals, dem Imperialismus weicht, es endlich Zeit wird, dass Trennende zu überwinden und das Gemeinsame zu finden.

Es erscheint synonym, dass die Herren Dr. Kurt Meyer, Dr. Roland Wölzel und Jochen Pommert bei der Ehrung des 09.Oktober 1989 unter den Tisch gekehrt werden.

Danke Bernd-Lutz Lange!

Wir brauchen ZIVILCOURAGE, sonst vergessen wir zu schnell, dass die Sechs damals ein Bündnis Leipzig symbolisierten.

Karsten Kietz [WVL]