26.01.2012 Unsere Ehre ist Frieden!

Nun kann man schlecht behaupten, dass Berlin die Stadt des Krieges ist, nur weil von dort der Einsatz unserer Bundeswehr in Afghanistan wieder verlängert wurde1) , noch dass Leipzig nun die Stadt des Friedens sei?
Aber man kann es auch auf keinen Fall ganz und gar abstreiten.
Das auf der 89er Revolution in Leipzig kein Schuss fiel, war Wirkung des Denkens und Handelns von vielen, fast allen, auf welcher Seite sie auch standen, ob sie Leipziger oder nicht waren.
Am 26.01.2012 sollen nur zwei Augenblicke der (weilichen) Erscheinung des friedlichen Gedankens in unserer Stadt Betrachtung erfahren.
Frau Yael German, Oberbürgermeisterin der israelischen Partnerstadt Herzliya, Herr Bürgermeister Yehonathan Yassur (ebd.), Frau Gabriele Goldfuss, die Leiterin des Referats Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und Herr Ulf Mittelberg, Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH taufen den ersten Straßenbahnwagen der neuen Serie XXL auf den Namen HERZLIYAs und geben damit dem Gedanken der freundschaftlichen Zusammenarbeit beider Städte ein (weiteres?) Symbol.
Mobil und fortschrittlich, in den engen Grenzen des Schienenweges freizügig und gemeinschaftlich unterwegs. 1225 Leipzig-Herzlia, eine gute Sache.
Zur gleichen Zeit erhoben sich genau gegenüber des Festaktes der Taufe, dem Straßenbahnhof Angerbrücke, direkt vor dem sogenannten Capa-Haus, dem Ort an dem der amerikanische Befreier Korporal Raymond J. Bowman sein Leben, vermutlich als letztes amerikanisches Opfer in Leipzig, ließ, in seinem Namen zwei schneeweiße Brieftauben. Ihre Botschaft „Unsere Ehre ist Frieden“, R.J.Bowman`s Schwur, soll durch sie nach New York in die UNO und nach Jerusalem, der zugemauerten Doppel-Hauptstadt, getragen werden.
„Um Hoffnung kämpfen – Der lange Weg zum Frieden in Nahost.“
Abends in der dunklen Ratstonne der Moritzbastei, 2 Stunden mit Felicia Langer2)
Atemberaubend. Faszinierend.
Von so vielen Gedanken blieb das von der 82ig jährigen in die Gewölbe der MB geschriene „MITEINANDER, nicht gegeneinander“ am klarsten im Kopf. Jederzeit abrufbar.
Das Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden, und Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime gemeinsam den Aufruf des Blockade-Bündnisses „Dresden nazifrei“ (13. und 18.02. in der Landeshauptstadt) unterzeichneten, zeigt, dass selbst die dicken Mauern der Moritzbastei einen solchen Hoffnungsruf nicht zurückhalten können.
1225 Leipzig-Herzlia, FRIEDEN in NAHOST.
tsAK „salam“
[AK in der Wählerinitiative Realität (WIR) e.V.] – Mitglied der WVL
1) Das durch den Abzug von 100 den Aufbau von Mädchenschulen unterstützenden Soldaten und durch den Neueinsatz von 4 Kampfhubschraubern Marke „Dominanz&Feuerkraft“ unser Volk glaubt, dass unsere Truppen dort wesentlich friedliebender aussehen, soll als Witz schon in den höchsten Kreisen seine Runden drehen.
2) Israeli, Anwältin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, des “Right Livelihood Award” und des Bundesverdienstkreuzes und eine bezaubernde Frau
© Bilder: Felicia – WIR e.V. / XXL Herzlia – Arbeitsgemeinschaft historische Nahverkehrsmittel Leipzig e.V.
Wir brauchen eine Revolution, aber schnellstens!
Die Wählervereinigung Leipzig setzt sich aus sehr unterschiedlichen Leipziger/innen zusammen, die alle ein Ziel haben: am politischen Entscheidungsprozess aktiv teilzuhaben und ihrer demokratischen Stimme ohne parteipolitische Zugehörigkeit Gehör zu verschaffen. Ich (Anm.: Das Interview führte Katharina Döring im Rahmen der Reihe Stimmen aus der demokratischen Praxis) traf mich mit Karsten Kietz von der WVL im Café Cantona zu einem Gespräch über Politikverdrossenheit, engagierte Bürger und die Presselandschaft Leipzigs. ……….
zum ARTIKEL POWISION,
Universität Leipzig, Institut für Politikwissenschaften
Ernst Thälmann vs. Volkmarsdorfer Markt
WVL-Stadtrat Bert Sander in der Ratsversammlung am 14.12. zum Tagesordnungspunkt Umbennenung des Ernst-Thälmann-Platzes in Volkmarsdorfer Markt:
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir betreiben keine Bilderstürmerei, mit unserem Antrag den Thälmann-Platz wieder in “Volkmarsdorfer Markt” zurück zu benennen wird der Name “Thälmann” keineswegs geschliffen, eine Gedenktafel soll auch künftig hin an seine Auftritte in Leipzig erinnern.
Ernst Thälmann ist durchaus als eine “tragische Person” zu bezeichnen, zum einen war er ein glühender Anhänger des Stalinismus und zugleich ein Opfer desselben. Ingo Sasama hat bereits darauf hingewiesen, dass der bislang Stalin willfährige Thälmann eben auch auf ausdrücklichen Geheiß von Stalin hin seinen späteren Mördern überlassen wurde. Weiterlesen…
Freistaat Bayern im Bundesverband Freie Wähler
Nachdem Schleswig-Holstein bereits dem Bundesverband beigetreten war, haben im Freistaat Bayern die Freien Wähler mittels eines Mitgliederentscheides selben Weg in ein bundesweites Bündnis gewählt.
Der Bundesvorsitzende und zugleich bayrische Landeschef Hubert Aiwanger, MdL (49) erklärte nach dem Mitgliederentscheid der Freien Wähler Bayern vom Wochenende:
“FREIE WÄHLER werden nun als neue politische Kraft auch im Bund das umsetzen, wofür sie seit Jahrzehnten auch in den Kommunen stehen: unabhängige Bürgerpolitik mit gesundem Menschenverstand. Die Parteienlandschaft verändert sich und es geht darum, in der bürgerlichen Mitte das abzudecken, was von Schwarz und Gelb aufgegeben wird. Wir wollen nicht zulassen, dass die Leute Randparteien wählen oder zuhause bleiben.” Weiterlesen…
„Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus“
Als Leser des Leipziger Zentralorgans sind mir in letzter Zeit interessante wirtschaftliche Entwicklungen aus Leipzig zur Kenntnis gelangt.
Von den ersten Meldungen über einen Gaspreiseinbruch und sinkenden Beteiligungserträgen aus der VNG (die der Finanzbürgermeister in seine Planungen bereits lange inkludiert hatte), der nachfolgend angekündigten und später zurückgezogenen Gebührenerhöhung der Stadtwerke sind scheinbar nur die 500 aus Konsolidierungsgründen der LVV sozialverträglich abzubauenden Arbeitsplätze übrig geblieben. Weiterlesen…




