Ein irrlichterndes Radio-Interview: Bert Sander bescheinigt dem Leipziger Landtagsabgeordneten Andreas Nowak viel Unwissen über den Fluglärm in Leipzig

März 21, 2018 · Abgelegt unter Bert Sander, Bundestagswahl 2017, Bürgerrecht, Fluglärm, Freie Wähler Sachsen, GEMEINSAM LEIPZIG WOLLEN, Gemeinwohl, Infrastuktur / Verkehr, Landtagswahl 2014, Leipzig, Sachsen, Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr · Kommentare deaktiviert für Ein irrlichterndes Radio-Interview: Bert Sander bescheinigt dem Leipziger Landtagsabgeordneten Andreas Nowak viel Unwissen über den Fluglärm in Leipzig 

Als Mitte Februar bekannt wurde, dass die neue Große Koalition in Berlin plant, die Frachtfluggenehmigungen am Flughafen Leipzig/Halle drastisch auszuweiten, waren die Mitstreiter der Bürgerinitiativen gegen den Fluglärm entsprechend irritiert.

Erst recht, als dann auch noch Andreas Nowak im Radio ein Interview gab, das eigentlich nur eines zeigte: Sein völliges Desinteresse an den Sorgen der Betroffenen. Für Bert Sander Anlass für einen späten Widerspruch.

Bert Sander kennen die Leipziger auch als früheren Stadtrat. Andreas Nowak ist seit 2014 Leipziger Landtagsabgeordneter und Verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. In der Regel hört man von ihm keinen Pieps, wenn es um verkehrspolitische Debatten in Sachsen geht – etwa um Radverkehr, ÖPNV oder die Organisation des regionalen Zugverkehrs.

Seine letzte offizielle Mitteilung zum Verkehr stammt vom 15. Januar 2016. Da bejubelte er die Pläne, die Eisenbahnstrecke Dresden – Prag in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen, mit den Worten: „Das ist das wichtigste Eisenbahnprojekt für Sachsen. Die Strecke ist unverzichtbar.“ Vor 2030 wird dazu nicht mal ein Baubeginn zu erwarten sein.

Das ist Königsebene. Mit den Sorgen der Sachsen, die im ganz realen Leben mit dem Zug beispielsweise nach Chemnitz, Görlitz oder Grimma wollen, hat er sichtlich nichts am Hut. Und dass auch die Probleme des Frachtflugverkehrs nicht seine Probleme sind, machte er am 14. Februar im Gespräch mit „MDR aktuell“ deutlich. Ein Gespräch, das Bert Sander, der sich seit Jahren gegen die Fluglärmbelastung engagiert, so geärgert hat, dass er sich lieber Zeit ließ, darauf eine durchaus zurückhaltende Glosse zu schreiben.

 

Die Stimme der GroKo   Bert Sander

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag, Herr Andreas Nowak*, hat sich jüngst Weiterlesen…

OFFENER BRIEF „So jedenfalls kann das Dialogforum Flughafen Leipzig-Halle nicht weitergeführt werden.“

Januar 30, 2018 · Abgelegt unter Bert Sander, Bürgerrecht, Fluglärm, Gemeinwohl, Heike Blum, Infrastuktur / Verkehr, Lärmschutz, Leipzig, Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr · Kommentare deaktiviert für OFFENER BRIEF „So jedenfalls kann das Dialogforum Flughafen Leipzig-Halle nicht weitergeführt werden.“ 

Sehr geehrte Damen und Herren des Dezernats Umwelt, Ordnung, Sport; sehr geehrter Herr Bürgermeister Rosenthal; sehr geehrte Frau von Fritsch und sehr geehrte Frau Rieger,

die PE zur Sitzung des Dialogforums Flughafen Leipzig-Halle vom 15.01.2018 ist eine Frechheit, wenn nicht gar eine Provokation, zeigt sie doch, dass die Verfasser keineswegs neutral sind.

Die PE erfüllt den Tatbestand einer bewußten Irreführung der Öffentlichkeit: Weiterlesen…

Politische Nötigung durch parlamentarischen Ausschuss

September 4, 2015 · Abgelegt unter Bert Sander, Bürgerrecht, Fluglärm, Gemeinwohl, Lärmschutz, Leipzig, Matthias Zimmermann, Verkehr · Kommentare deaktiviert für Politische Nötigung durch parlamentarischen Ausschuss 

Zugegegeben, das Thema Fluglärm ist komplex, die rechtlichen Vorschriften umfangreich, die Wirtschaftslobby und die Versuchung, deren Verlockungen zu erliegen, stark. Ein Schwarz-Weiß-Denken wie bei anderen Themen ist schwerlich. Trotzdem kann, oder gerade deshalb muss, erwartet werden, dass Berichterstattungen und die vorangehenden Recherchen hierzu gewissenhaft, seriös und mit einer ordentlichen Portion an Objektivität erfolgen. Der Artikel in der LVZ zum Thema Triebwerksprobeläufe zeigt aber wieder einmal das ganze Ausmaß des Unverständnisses (Vorsatz wollen wir nicht unterstellen) einiger Radakteure zu einem Thema, dass zig-tausende Anwohner im Dunstkreis des Flughafens beschäftigt. Sachgerechte und unvoreingenommene Recherche hätte ergeben:

1. Als eine der wenigen aktiven Schallschutzmaßnahmen am Flughafen Leipzig-Halle sind Triebwerksprobeläufe im Freien bisher untersagt (Auszug Planfeststellungsbeschluss: „Triebwerksprobeläufe dürfen am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht (22.00 – 6.00 Uhr) in keinem Fall an der Grenze des unter A II.4.2.2. festgelegten Nachtschutzgebietes zu einem A-bewerteten Maximalpegel von mehr als 50 dB(A) außen führen.“).  Diese Forderung wurde seinerzeit bewusst ausschließlich, also ohne Ausnahmefälle, formuliert, um darzulegen, dass in diesem Fall der Gesundheitsschutz der Anwohner auch gegenüber wirtschaftlichen Interessen überwiegt. Weiterlesen…

Warum sollen wir schlafen? Breite Front gegen nächtliche Triebwerksprobeläufe

April 30, 2015 · Abgelegt unter Bert Sander, Bürgerrecht, Fluglärm, Infrastuktur / Verkehr, Lärmschutz, Leipzig, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft · Kommentare deaktiviert für Warum sollen wir schlafen? Breite Front gegen nächtliche Triebwerksprobeläufe 

Ein Wunder ist geschehen: Nunmehr hat sogar die Fluglärmkommission (bislang eher bekannt als »Fluglärmverteidigungs- kommission«) auf seiner letzten Sondersitzung mehrheitlich gegen den Antrag des Flughafens Leipzig/Halle auf Änderung der luftrechtlichen Genehmigung entschieden.

In der Sondersitzung ging es vornehmlich um den aktuellen Antrag des Airports, der die Genehmigung von Triebwerksprobeläufen bei Nacht und im Freien anstrebt. Weiterlesen…

Flughafen Leipzig-Halle startet erneuten Angriff auf nächtlichen Lärmschutz

Dezember 19, 2014 · Abgelegt unter Arbeitskreis Stadtentwicklung, Bürgerrecht, Fluglärm, Gesundheit, Infrastuktur / Verkehr, Leipzig, Matthias Zimmermann, Stadtentwicklung · Kommentare deaktiviert für Flughafen Leipzig-Halle startet erneuten Angriff auf nächtlichen Lärmschutz 

Der Flughafen Leipzig-Halle beabsichtigt das planungsrechtlich festgeschriebene Verbot von nächtlichen Triebwerksprobeläufen auf dem Freigelände des Flughafens zu unterwandern. Am heutigen Dienstag stellte der Geschäftsführer des Flughafens Leipzig-Halle, Dierk Näther, vor dem Technischen Ausschuss der Stadt Schkeuditz seine Vorstellungen zu einem entsprechenden Änderungsgenehmigungsverfahren vor, basierend – wem wundert es –  auf einem durch den Flughafen selbst in Auftrag gegebenen Gutachten. Dieses kommt dann folgerichtig auch zum Schluss, dass die durch die vorgesehenen zusätzlichen nächtlichen Triebwerksprobeläufe hervorgerufenen Aufwachreaktionen unter 1% liegen. Geflissentlich schnell übergangen wurde dabei natürlich die Berechnungsmethode. Diese ermittelt, vereinfacht ausgedrückt, lediglich einen Mittelwert über einen 24 h Tageszeitraum mit seinen ebenfalls vorhandenen Ruhepausen. Dies dürfte dem ohnehin schon durch nächtlichen Fluglärm geplagten Anwohner wenig nützen, bedenkt man, dass ein einziger Triebwerkprobelauf min. 20, in der Regel bis 60 Minuten andauert. Da war der Einwand des Flughafenchefs, mit den eventuell notwendigen nächtlichen Probeläufen vermeide man dadurch ggf. notwendige zusätzliche Flugbewegungen, geradezu lächerlich. Weiterlesen…

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