Mit dem Bär tanzen, bis wir darniederliegen!

Dezember 29, 2015 ·Abgelegt unter Bert Sander, Bürgerrecht, Gemeinwohl, Infrastuktur / Verkehr, Lärmschutz, Leipzig, Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft · Kommentare deaktiviert für Mit dem Bär tanzen, bis wir darniederliegen! 

Professorin Iris Hausladen, Inhaberin des Heinz-Nixdorf-Lehrstuhls für IT-gestützte Logistik an der Handelshochschule Leipzig (HHL), gibt im Interview mit der Leipziger Volkszeitung vom 19.12.2015 konkrete wissenschaftliche Erkenntnisse bekannt.

„Logistik ist ein Nachtgeschäft, mit einem Nachtflugverbot würde man diesem Bereich die Geschäftsgrundlage entziehen. Der Leipziger Branchenprimus DHL müsste in solch einem Fall sehr genau prüfen, ob das Unternehmen in Leipzig noch Geld verdienen könne und gegebenenfalls den hiesigen Standort zugunsten eines anderen aufgeben.“

Wie aus Brüssel gekommen, würde dann das Umsatz-Fundament des Flughafens Leipzig/Halle weiterziehen und unserer Region eine Menge dann ungenutzte Start- und Landekapzität hinterlassen, die weitgesteckten Ziele der mitteldeutschen Metropole als Logistik-Mittelpunkt Euopas und vielleicht der ganzen Welt zerstören. Die Tochter der Deutschen Post würde 4.000 Arbeitsplätze an einem anderen Ort mitnehmen. Jedoch, ein Nachtflugverbot würde in Summe 36.000 Arbeitsplätze bedrohen, mit denen am Drehkreuz Flughafen, den Schienenverbindungen und der Verkehrsinfrastruktur zu diesem Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Weiterlesen…

Bus- und Bahnfahren: Grundrecht für alle!

Dezember 22, 2015 ·Abgelegt unter Arbeitskreis Stadtentwicklung, Bürgerrecht, Gemeinwohl, Infrastuktur / Verkehr, Leipzig, LEIPZIG.frei, Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr · Kommentare deaktiviert für Bus- und Bahnfahren: Grundrecht für alle! 

Es dauerte nur etwa eine Stunde, dann war der Prozess gegen den Aktionsschwarzfahrer Jörg Bergstedt zu Ende: Drei angeklagte Fahrten – drei Freisprüche. Damit hat (nach mehreren absurden gegenteiligen Gerichtsurteilen) wieder ein Gericht die Frage bejaht, dass offensiv gekennzeichnetes Schwarzfahren keine „Erschleichung von Leistungen“ sei. Das gilt zumindest für das demonstrative Schwarzfahren, also die Fälle, wo neben der gut sichtbaren Kennzeichnung (z.B. Schild(er) am Körper) auch Flyer verteilt werden für Nulltarif, gegen Schwarzfahr-Bestrafung u.ä.->weiterlesen Foto: indymedia

Neues zum Bürgerentscheid „Privatisierungsbremse“ – Verhandlung beim Verwaltungsgericht am Dienstag –

November 8, 2015 ·Abgelegt unter APRIL-Netzwerk, Bürgerbegehren, Bürgerrecht, GEMEINSAM LEIPZIG WOLLEN, Gemeinwohl, Leipzig, Mike Nagler, Stadtentwicklung, Stadtverwaltung, Wirtschaft · Kommentare deaktiviert für Neues zum Bürgerentscheid „Privatisierungsbremse“ – Verhandlung beim Verwaltungsgericht am Dienstag – 

Fast zwei Jahre ist es nunmehr her, dass ca. 26.000 Leipzigerinnen und Leipziger für die Durchführung eines Bürgerentscheids zur Einführung einer „Privatisierungsbremse“ unterschrieben haben. Auf der Ratsversammlung am 22.01.2014 hatte der Stadtrat mehrheitlich die Zulassung des Bürgerbegehrens abgelehnt. Die Antiprivatisierungsinitiative (APRIL-Netzwerk) und die Initiative Bürgerbegehren „Privatisierungsbremse“ halten diese Auffassung für falsch und fordern die Zulassung. Nach der Ablehnung im Rat hatte die Initiative zunächst Widerspruch bei der Landesdirektion und nach dessen Abweisung am 23.10.2014 Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Nach etwas über einem Jahr wird nun in der kommenden Woche, am 10.11.2015, eine Verhandlung stattfinden. Weiterlesen…

GEGEN DEN ABRISS des ehemaligen „Kino der Jugend„, Eisenbahnstr. 162, Leipzig–Volkmarsdorf

Oktober 1, 2015 ·Abgelegt unter GEMEINSAM LEIPZIG WOLLEN, Leipzig, Stadtentwicklung · Kommentare deaktiviert für GEGEN DEN ABRISS des ehemaligen „Kino der Jugend„, Eisenbahnstr. 162, Leipzig–Volkmarsdorf 

1928 wurden die „Fortuna-Lichtspiele“ in der drei Jahre zuvor stillgelegten Gasanstalt Leipzig-Ost mit 989 Sitzplätzen eröffnet. Eindrucksvoll warb von nun an eine im Stil des Art-Déco gestaltete Schaufront mit großem Staffelgiebel und einer Plastik über dem Eingang um zahlendes Publikum. Im Jahr 1946 steht „Lichtspielhaus der Jugend“ über den Plänen für eine Vergrößerung der vor der Leinwand befindlichen Bühne. Später folgten die Umstellung auf Breitfilmformat und eine 1957 abgeschlossene Renovierung. Für 1985 wurde die Sitzplatzzahl noch mit 551 angegeben; im Jahr 1987 erfolgte jedoch die Schließung des auch als „Kino der Jugend“ bekannten Filmtheaters. Seitdem steht das Haus leer, heute in verwahrlostem Zustand. Gebäude und Grundstück gehören der Stadt Leipzig und stehen unter Denkmalschutz. Weiterlesen…

Politische Nötigung durch parlamentarischen Ausschuss

September 4, 2015 ·Abgelegt unter Bert Sander, Bürgerrecht, Fluglärm, Gemeinwohl, Lärmschutz, Leipzig, Matthias Zimmermann, Verkehr · Kommentare deaktiviert für Politische Nötigung durch parlamentarischen Ausschuss 

Zugegegeben, das Thema Fluglärm ist komplex, die rechtlichen Vorschriften umfangreich, die Wirtschaftslobby und die Versuchung, deren Verlockungen zu erliegen, stark. Ein Schwarz-Weiß-Denken wie bei anderen Themen ist schwerlich. Trotzdem kann, oder gerade deshalb muss, erwartet werden, dass Berichterstattungen und die vorangehenden Recherchen hierzu gewissenhaft, seriös und mit einer ordentlichen Portion an Objektivität erfolgen. Der Artikel in der LVZ zum Thema Triebwerksprobeläufe zeigt aber wieder einmal das ganze Ausmaß des Unverständnisses (Vorsatz wollen wir nicht unterstellen) einiger Radakteure zu einem Thema, dass zig-tausende Anwohner im Dunstkreis des Flughafens beschäftigt. Sachgerechte und unvoreingenommene Recherche hätte ergeben:

1. Als eine der wenigen aktiven Schallschutzmaßnahmen am Flughafen Leipzig-Halle sind Triebwerksprobeläufe im Freien bisher untersagt (Auszug Planfeststellungsbeschluss: „Triebwerksprobeläufe dürfen am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht (22.00 – 6.00 Uhr) in keinem Fall an der Grenze des unter A II.4.2.2. festgelegten Nachtschutzgebietes zu einem A-bewerteten Maximalpegel von mehr als 50 dB(A) außen führen.“).  Diese Forderung wurde seinerzeit bewusst ausschließlich, also ohne Ausnahmefälle, formuliert, um darzulegen, dass in diesem Fall der Gesundheitsschutz der Anwohner auch gegenüber wirtschaftlichen Interessen überwiegt. Weiterlesen…

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