Thälmann!

April 9, 2014 ·Abgelegt unter Allgemein, Bert Sander, GEMEINSAM LEIPZIG WOLLEN, Leipzig, WV-Leipzig · Comment 

Am heutigen Tag, dem 09.04.2014 enthüllt Kulturbürgermeister Michael Faber am Gebäude Zollikoferstraße 23 eine Gedenktafel zum Auftritt Ernst Thälmanns bei einer Kundgebung zur Reichspräsidentenwahl 1932 auf dem Volkmarsdorfer Markt (vorm. Ernst-Thälmann-Platz).

Hier auf dem Volkmarsdorfer Markt, einem Versammlungsort der Arbeiterschaft und ihrer Organisationen, fand am 9. April 1932 eine Veranstaltung anlässlich der Reichspräsidentenwahl statt. Ernst Thälmann (geboren am 16. April 1886 in Hamburg – ermordet am 18. August 1944 im KZ Buchenwald) trat auf einer Bühne vor dem ehemaligen Gebäude in der Zollikoferstraße 23 als Redner auf.“

und ein historisches Foto des Fotografen Fritz Böhlmann aus dem Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig sollen an Thälmann erinnern.

Bert Sander [WVL]: »Ernst Thälmann ist durchaus als eine ›tragische Person‹ zu bezeichnen; zum einen war er ein glühender Anhänger des Stalinismus und zugleich ein Opfer desselben. Die in der DDR betriebene Idealisierung von Thälmann lässt der Persönlichkeit Thälmann jedenfalls keine historische Gerechtigkeit widerfahren, sie überfordert ihn schlechthin. Das zu DDR-Zeiten zelebrierte unkritische Thälmann-Bild hat auch dazu geführt, dass der Blick auf eine kritische, andere marxistisch-kommunistische Tradition, die es ja auch gab, verstellt wurde.«

Rede auf der Ratsversammlung der Stadt Leipzig am 14.12.2011 zum Beschluß der Rückbenennung des Ernst-Thälmann-Platzes in Volkmarsdorfer Markt

(sh.auch l-iz.de)

Coppi-Schule oder Bleichert-Schule? Nicht nur ein Namensstreit

Zum Sachstand: Das ehemalige Schulgebäude in der Breitenfelder Straße 17/19 in Gohlis, das bis 2007 die Hans-und-Hilde-Coppi-Schule beherbergte, wird seit 2011 aufwendig saniert und soll ab 1. August dieses Jahres der 68. Schule, die seit 1992 in einem Plattenbau in der Diderotstraße in Möckern untergebracht ist, zur Verfügung stehen. 2007 sprach sich die Leipziger Verwaltungsspitze dafür aus: »Die beiden Mittelschulen 68. Schule (Diderotstr.) und die Hans-und-Hilde-Coppi-Schule (Breitenfelder Str.) sollen zum Schuljahresbeginn 2007/2008 zusammengelegt werden.« Nach dem der Verwaltungsvorlage zustimmenden Stadtratsvotum nahm die 68. Schule die vier noch verbliebenden Klassen der Hans-und-Hilde-Coppi-Schule auf. Die Schulkonferenz der Coppi-Schule hatte die Zustimmung zur Zusammenlegung allerdings mit der ausdrücklichen Bitte verbunden, dass der Ehrenname »Hans-und-Hilde-Coppi« für die nunmehr neue Schule erhalten bleibt. Weiterlesen…