„Schalldämpfer“ – WVL-Stadtrat Bert Sander zieht ein Resümee aus (fast) 5 Jahren Stadtratsarbeit

In dem Resümee meiner bisherigen Stadtratsarbeit möchte ich hervorheben, dass es mir gelungen ist, mich im Stadtrat als Nervensäge in Sachen »Lärm« hervorzutun. Nun könnte man meinen, dass sei doch angesichts der Probleme Leipzigs etwas dünne. Nur, Lärm ist mehr als ein in Dezibel zu messender akustischer Reiz; Lärm ist ein gravierendes Symptom bzw. ist ein übergreifend allgemeines Symbol, das für zahlreiche groteske Auswüchse unserer modernen Zeit steht. Und ich werde nicht müde, das berühmte Zitat des Mediziners Robert Koch aufzurufen: »Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Pest und die Cholera.« Allerdings: Lärm ist eines der am stärksten unterschätzten bzw. am sträflichsten vernachlässigten Umweltprobleme unserer Tage.

Von daher auch erklären sich die zahlreichen Initiativen meiner Fraktion zum Thema »Lärm«: »Abschaffung der Südabkurvung« (2009), »Schutz vor unzumutbaren Fluglärm (Bonusliste)« (2010), »Verbesserung des aktiven Lärmschutzes (u.a. Bahnverteilung)« (2010), »Reformierung der Arbeit der Fluglärmkommission« (2011), »Lärmschutzkoordinator« (2012), »Neugestaltung Dialogforum« (2013), »Darlehenszinsen Flughafen Leipzig-Halle« (2014).

Darüber hinaus habe ich in der nunmehr zu Ende gehenden Legislaturperiode weitere Anträge und Artikel insbesondere im Kultur- und Bildungsbereich (siehe auch www.wv-leipzig.de) verfasst, so u. a. zur Kreativwirtschaft, zum Erhalt der Grundschule der Stadt Leipzig zur Förderung des Nachwuchses für den Thomanerchor (ehem. Edouard-Manet-Schule) und des freien Senders »Radio Blau«.

Der aktuelle Antrag unserer Fraktion (April 2014), der den Abbruch des Wettbewerbsverfahrens zum Freiheits- und Einheitsdenkmals fordert, war längst überfällig geworden. Den gesamten Wettbewerbsprozess ums Denkmal Revue passierend, stößt man unweigerlich auf die geflügelten Worte »Lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende«. Es gilt nunmehr, weiteren Schaden sowohl von der Stadt als aber auch von den beteiligten Künstlern abzuwenden.

Eine Erfahrung meiner Stadtratsarbeit möchte ich besonders herausstellen: Das Rathaus ist ein großes zeitfressendes Monster, aus seinem Rachen speit es kein Feuer, sondern Papier ohne Ende. Oder weniger pathetisch ausgedrückt: Man kommt in der Kommunalpolitik, wenn überhaupt, dann aber nicht in großen Sprüngen, sondern nur in kleinen, sehr kleinen Schritten voran. Wer meint, in den Stadtrat zu müssen, um der Verwaltung oder den konkurrierenden Fraktionen mal gehörig die Meinung zu sagen, hat bereits verloren – und das allerdings zu recht, denn man sollte niemals von der Prämisse ausgehen, dass z. B. die Verwaltung nur eine Ansammlung von arbeitsunwilligen Ignoranten oder unfähigen Idioten sei – wie sagte sinngemäß einst Napoleon: Gehe besser immer von der Klugheit deines Gegenübers aus.

Bert Sander [WVL]

KOMMT BA(L)D LEIPZIG?

PRESSEMITTEILUNG: Stadtrat Bert Sander (WVL) begrüßt die Stellenausschreibung der Stadt Leipzig für Lämschutzkoordinator/in Flughafen Leipzig/Halle

Dies kann sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen als Erfolg auf die Ergebnisliste schreiben: Auf Initiative von Bündnis 90 / Die Grünen wird eine Stelle für einen Lärmschutzkoordinator/ eine Lärmschutzkoordinatorin eingerichtet. Die Stelle ist von der Stadt Leipzig nunmehr offiziell ausgeschrieben.

Bert Sander (WVL): »Wir haben hartnäckig und in jedem Fall begründet seit Jahren auf die gravierenden Folgen des uneingeschränkten Nachtflugverkehrs für die Anwohnenden hingewiesen. Mit zahlreichen Anfragen, Anträgen und Pressemitteilungen haben wir seit Jahren versucht und werden es auch künftighin versuchen, im Sinne der Anrainer regulierend auf die ›Festung Flughafen‹ einzuwirken. Als Stadträte sehen wir uns gegenüber den betroffenen Bürgern dazu verpflichtet.« Weiterlesen…

Ratsversammlung am 20.02. beschließt die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Lärmvermeidung

Redebeitrag BERT SANDER
Stadtrat der Wählerverienigung Leipzig (WVL) e.V.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, bevor es gleich wieder in die Debatte geht, zunächst herzliche Gratulation zu Ihrer Wiederwahl auch von unserer Seite.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Sie erklärten vor kurzem in der L-IZ: „Industrie ohne Belastungen für die Anwohner könne es nicht geben.“ Gut, aber bitte was heißt das? Bedeutet das etwa, man könne „da halt nix machen“, nur eben achselzuckend konstatieren: „Tja, so ist es nun einmal“, „Wer das eine will, muss das andere mögen“ oder „Eine Entscheidung für etwas, ist immer auch eine gegen etwas“? Bei dieser Position muss man dann nur noch final auf etwaige Arbeitsplätze hinweisen, und schon hat man sich „mir nichts, dir nichts“ gegen jegliche Kritik immunisiert. Weiterlesen…

„Die Schöne der Nacht“ hat’s schon!

Februar 29, 2012 ·Abgelegt unter Lichtverschmutzung, Stadtentwicklung, Umwelt · Comment 

Nächtlicher Glanz in einer Stadt von Welt erzeugt Lebensgefühl.

Am Dienstag abend strahlte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in der Reihe „OZON unterwegs“ einen knapp halbstündigen Beitrag über die Nachteile des Lichtglanzes aus.

Denn Licht ist auch zum Problem geworden, „der Verlust der Nacht“ hat weitreichende Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Der sehr empfohlene Beitrag des rbb „Die Macht des Lichts – und seine Schattenseiten“ beleuchtet das Problem von vielen Seiten. Weiterlesen…

Anhalter der Woche: Stadtrat Roland Quester und Rechtsanwalt Wolfram Günther

August 4, 2011 ·Abgelegt unter Bürgerrecht, Fluglärm, Lichtverschmutzung, Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr · Comment 

Stadtrat Roland Quester gibt ein klares Votum zum von der Stadtverwaltung vorgelegten Entwurf des Lärmaktionsplanes.

„Zu mager, keine Qualität“

http://www.l-iz.de/Politik/Leipzig/2011/08/Leipziger-Entwurf-Laermaktionsplan-ist-nicht-akzeptabel.html

Das er die im März 2012 anberaumte Abstimmung des Stadtrates über diesen „weit veralteten und nicht mehr den objektiven Gegebenheiten unserer Stadt entsprechenden“ Aktionsplan (Anm.: Stand 2008 – „…“ Aussage des Verfassers) für unsinnig hält, erscheint real. Die oft belächelten Taten der Bürger Schilda`s bargen aber immer einen tieferen Sinn, der den Entwicklungen der Zeit vor raus eilte. Die Stadt wird sich dazu gewiss äußern. Weiterlesen…

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