Redebeitrag von Bert Sander (WVL) in der Ratsversammlung vom 17.12.2012 zum Haushaltsantrag der Fraktion „Verkehrsberuhigung in Wohngebieten“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Stadträte,

sehr geehrte Gäste


Unser Antrag führt den Begriff „Verkehrsberuhigung“ im Schilde. Und, sehr geehrte Kollegen, meinen sie nicht auch, dass das Wort „Verkehrsberuhigung“ ein besonders schönes Wort ist? Ich behaupte sogar: Es hat das Zeug dazu, bereits in den kommenden Jahren zum schönsten Wort des Jahres gekürt zu werden, denn immerhin, beinahe alles, was der Mensch so benötigt für ein halbwegs gelingendes Leben, nämlich menschenverbindenden „Verkehr“ und menschenfreundliche „Ruhe“, steht in ihm einträchtig und miteinander versöhnt beisammen. Also, was will man mehr? – bzw.: Ist es nicht – und zwar nicht allein aus Gründen der Demographie – geradezu zwingend einen entsprechenden Antrag in den Rat der allerdings immer noch lebenswerten Stadt Leipzig einzubringen? Es scheint auch keineswegs zu viel verlangt, für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, also für liebevollen „Verkehr“ und rücksichtsvolle „Ruhe“, zumindest 80.000 € bereitzulegen, auch um in der Haushaltsplanung öffentlich anzuzeigen, was dem Leipziger Stadtrat neben der Logistik von Beton, Asphalt und Straßenverkehr in Zukunft auch noch wichtig ist. Weiterlesen…